Talent Career - Hürde Bacheloroder Masterarbeit

Talent Career – Nr. 8/2016, Seite 21
Autor: Thomas Wegmann, Senior University Relations Manager, together ag

7 Schritte auf dem Weg zum passenden Master

 


Auf www.uni-programme.ch werden aktuell mehr als 1'100 Master-Studiengänge aufgeführt. Bei diesem grossen Angebot das passende Programm zu finden, stellt für viele Studierende eine Herausforderung dar. Werden bei der Suche nach dem geeigneten Master-Programm auch noch ausländische Angebote berücksichtigt, so scheint die Anzahl an Möglichkeiten fast unbegrenzt.

Wer bei dieser Fülle an Master-Studiengängen den Überblick nicht verlieren will, sollte bei der Suche nach dem passenden Programm systematisch vorgehen. Dazu bietet der Studienwahl-Trichter gemäss dem Modell der together ag eine sehr gute Orientierungshilfe.

Standortbestimmung
Starten sollte man immer mit der Frage: Was will ich eigentlich? Da möglicherweise ein Master-Studium gar nicht notwendig ist, um die persönlichen Ziele zu erreichen, ist zu Beginn eine Auseinandersetzung mit sich und seinen Zielen äusserst wichtig.

Gründe, die für ein Master-Studium sprechen:
– Ich strebe eine wissenschaftliche Karriere an.
– Ich benötige für meinen Wunschberuf einen Master-Abschluss.
– Ich will mein Wissen in einem spezifischen Thema ausbauen.
– Ich möchte mich mit einem Master-Studium persönlich weiter entwickeln.
– Ich will die Studienrichtung wechseln.

Gründe, die gegen ein Master-Studium sprechen:
– Mit einem Bachelor-Abschluss hat man oft die gleichen Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten.
– Ein Master-Studium bringt hohe Opportunitätskosten (Lohnausfall, etc.) mit sich.
– Ich möchte möglichst schnell Praxiserfahrung sammeln.

Da dieser erste Schritt die Grundlage für alle weiteren Schritte bildet, sollte man genügend Zeit für die Auseinandersetzung mit sich und seinen Zielen investieren.

Kenntnisse der Studienregionen, Fachrichtungen und Studienabschlüsse
Sind die persönlichen Kriterien geklärt und die Grundsatzentscheidung für die Aufnahme eines Master-Studiums gefällt, geht es im zweiten Schritt darum, sich mit dem konkreten Angebot an Master-Studiengängen zu befassen. Da die Auswahl riesig ist, können selbstverständlich nicht alle Programme im Detail studiert werden. Vor diesem Hintergrund gilt es in diesem Schritt, die Anzahl an möglichen Studiengängen basierend auf den favorisierten Studienregionen, Fachrichtungen und Studienabschlüssen einzugrenzen.

Die Suche kann man beispielsweise mit folgendem Filter eingrenzen:
Studienregion: Deutschschweiz
Fachrichtung: Wirtschaftswissenschaften
Studienabschlüsse: Fachhochschule oder universitäre Hochschule

Kenntnisse der Hochschulen
Nach dieser ersten Filterung geht es darum, die passenden Hochschulen besser kennenzulernen. Dazu sollte man Kriterien festlegen, die für einen persönlich wichtig sind.

Die Kriterien können sein:
Studienort
Infrastruktur
Spezialisierungsmöglichkeiten
Betreuungsverhältnis
Internationalität
Praxisbezug
Berufsaussichten
Alumni-Netzwerk
Career Services
Akkreditierungen
Reputation
Rankings
Studiengebühren

Anschliessend müssen die ausgewählten Kriterien gewichtet und die relevanten Informationen über die einzelnen Hochschulen gesammelt werden. Am Schluss hat man eine persönliche Gesamtbeurteilung und kann die Anzahl passender Hochschulen weiter einschränken.

Kenntnisse der Studiengänge
Nachdem man eine Auswahl passender Hochschulen getroffen hat, kann man sich über die angebotenen Studiengänge im gewünschten Fachbereich informieren. Ein Blick in die Studienordnungen der favorisierten Studiengänge ist dabei sehr hilfreich. So erfährt man dort alles über die Zulassungsvoraussetzungen oder die Regelstudienzeit. Im Vorlesungsverzeichnis sieht man dann ganz konkret, welche Fächer belegt werden können. Eine grosse Hochschule verspricht dabei nicht zwangsläufig eine grössere Auswahl an Fächern. Vielmehr kommt es auf den Fachbereich und die Anzahl der Institute und DozentInnen an. Zudem können die Forschungsschwerpunkte der ProfessorInnen Hinweise geben, über welche Themen in den Vorlesungen gesprochen wird. Im Weiteren helfen die Studienberatung oder die StudiengangleiterInnen auch gerne weiter.

Bei der Auswahl der favorisierten Studiengänge werden folgende Kriterien eine Rolle spielen:
Curriculum (Pflichtmodule, Wahlmöglichkeiten, etc.)
Professoren (Forschungsschwerpunkte, Reputation, etc.)
Infrastruktur
Teilnehmerzahl
Regelstudienzeit
Austauschsemester
Praxisbezug
Berufsaussichten

Realitätsüberprüfung
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Aussagen in den Werbemitteln der Hochschulen und der Studiengänge immer nur den Idealfall darstellen. Ziel der Unterlagen ist es schliesslich, die Attraktivität der Hochschule und des Programms zu erhöhen. In diesem Schritt geht es nun darum, herauszufinden, ob die favorisierten Hochschulen und die bevorzugten Studiengänge auch wirklich das bieten, was man sich persönlich erhofft. Dies lässt sich am besten beurteilen, wenn man selber einmal über den Campus spaziert, die Hochschule von innen erlebt, einzelne Vorlesungen besucht und mit Studierenden und AbsolventInnen Gespräche führt.

Viele Hochschulen bieten deshalb einen Tag der offenen Tür oder Informationsveranstaltungen für Studieninteressierte an. Idealerweise kann man sich dann probehalber auch einmal in eine Vorlesung setzen und mit DozentInnen und Studierenden diskutieren.

Ungeschönte Eindrücke kann man oftmals auch in Facebook-Gruppen der jeweiligen Hochschule und Master-Studiengänge sammeln. Hier erfährt man die alltäglichen Probleme der StudentInnen.

Bewerbung
Ist man nach der Realitätsüberprüfung noch immer Feuer und Flamme für die Hochschule und den ausgewählten Master-Studiengang, gilt es nun, sich über den Bewerbungsprozess und die notwendigen Bewerbungsunterlagen im Detail zu informieren. Falls erforderlich, müssen Sprachzertifikate und allfällige weitere Tests nachgeholt werden.

Anschliessend geht es darum, ein sauberes Bewerbungsdossier zu erstellen und der Zulassungsstelle die geforderten Unterlagen rechtzeitig einzureichen.

Selektionsprozess
Der Selektionsprozess kann von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich ausgestaltet sein. Unter Umständen hat man mit der Bewerbung bereits alle erforderlichen Kriterien eingereicht und muss nur noch den Zulassungsentscheid abwarten. Möglicherweise sind aber noch diverse weitere Hürden zu nehmen, wie beispielsweise ein Telefoninterview oder ein Vorstellungsgespräch.

Nach dem erfolgreichen Durchlaufen des gesamten Selektionsprozesses – allenfalls bei mehreren Studiengängen und Hochschulen – fällt man die definitive Entscheidung zur Aufnahme eines angebotenen Studienplatzes.

Hinweise
Master-Messe 2016
Mit dem Besuch der Master-Messe vom 23. – 24. November 2016 gewinnst du an einem Tag eine gute Übersicht über deine Möglichkeiten und kannst verschiedene Hochschulen und deren Master-Studiengänge näher kennen lernen und miteinander vergleichen.

Weitere Informationen und kostenlose Registrierung: www.master-messe.ch

 


Treffe Thomas Wegmann an der Master-Messe, 23. – 24. November 2016, StageOne, Zürich-Oerlikon.
Vortrag: «7 Schritte auf dem Weg zum passenden Master!»
Mittwoch: 14.30 – 15.00 Uhr, Donnerstag: 11.30 – 12.00 Uhr

Jetzt kostenlos registrieren!

 


Treffe Thomas Wegmann an der Master-Messe, 23. – 24. November 2016, StageOne, Zürich-Oerlikon.
Vortrag: «7 Schritte auf dem Weg zum passenden Master!»
Mittwoch: 14.30 – 15.00 Uhr, Donnerstag: 11.30 – 12.00 Uhr

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